Diktator
des Monates: Oktober 2004:![]()
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Josef Wissarionowitsch Stalin
Die Fakten Name:
Josif Vissarionovich Stalin Bewertung (hier
befinden sich die Erklärungen) Charisma/ Popularität: 4,34 Stöbern Sie Bücher über Josef Stalin hier:
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Lebenslauf Josif
Stalin (russisch Иосиф
Сталин)
(* 21. Dezember 1879 in Gori, Georgien; † 5. März 1953 in Kunzewo bei
Moskau; gebürtig Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili (russisch Иосиф
Виссарионович
Джугашвили)) war ein sowjetischer Politiker. Jugendzeit
und Verbannung Bis
1899 besuchte er ein Priesterseminar in Tiflis, wurde aber wegen seiner
marxistischen Einstellung ausgeschlossen. 1903
und 1917 wurde er verbannt, nachdem er verschiedene Streiks organisiert
hatte. Während der Oktoberrevolution leitete Stalin zunächst die
Prawda, gewann aber rasch Macht hinzu. Seine
erste Frau Jekaterina Swanidse starb im Jahre 1907. Ein Schock, auf den
Stalin in späterer Zeit nur selten zu sprechen kam. Dem aus dieser Ehe
entstandenen Sohn Jakob (Jascha) soll Stalin immer mit Gleichgültigkeit
begegnet sein. Als dieser 1941 in deutsche Gefangenschaft kam, hat
Stalin ihn für den Krieg geopfert. Sein Kommentar zu dem von den
Deutschen angebotenen Austausch gegen einen beliebigen deutschen
Gefangenen war: "Soll ich mich auf den Handel einlassen? Nein -
Krieg ist Krieg" (Die Sowjetunion hat grundsätzlich nichts für
die in Gefangenschaft geratenen Soldaten getan.) Später
soll sogar der Tausch gegen Feldmarschall Paulus angeboten woren sein.
Stalins Atnwort war angeblich "Marschälle werden nicht gegen
Soldaten getauscht!" Jascha wurde 1943 bei einem Fluchtversuch
erschossen, nach anderer Angaben ermordet. Kampf
um die Macht Ab
1922 war er Generalsekretär des ZK der KPR(B). Lenin war mit Stalin häufig
nicht einer Meinung, insbesondere fand er ihn zu grob für den Posten
des Generalsekretärs. Im Jahr 1922 schrieb er: Genosse
Stalin hat, nachdem er Generalsekretär geworden ist, eine unermeßliche
Macht in seinen Händen konzentriert, und ich bin nicht überzeugt, dass
er es immer verstehen wird, von dieser Macht vorsichtig Gebrauch zu
machen. Bereits
seit 1917 gab es innerhalb des Zentralkomittees ein sogenanntes
Triumvirat, welches aus Stalin, Kamenew und Sinowjew zusammensetzte;
Stalin war mit Kamenew zusammen in der Verbannung, Sinowjew stand diesen
beiden in vielen Auffassungen nahe und war mit ihnen befreundet. Kurz
nach der Oktoberrevolution hatte Lenin gegen Sinowjew und Kamenew ein
Parteiausschlußverfahren angstrengt, weil sie den geheimen Plan der
Bolschewiki zum gewaltsamen Umsturz an die provisorische bürgerliche
Regierung verraten hatten. Stalin hatte dafür gesorgt, daß der
Parteiausschluß nicht in die Tat umgesetzt wurde. Außerdem verband
alle drei eine gemeinsame Abneigung gegen Leo Trotzki, Stalins härtester
Widersacher um die Machtübernahme nach Lenins Tod. Am 16.
Dezember 1922 verließ Lenin die Politik aufgrund einer schweren
Krankheit. Das Triumvirat setzte sich an die Spitze der Macht innerhalb
des Zentralkomittees, und hielt gleichzeitig dessen andere Mitglieder
von der Macht fern. Dabei produzierte sich Sinowjew vor allem als Redner,
Kamenew führte den Vorsitz der Sitzungen und Stalin konzentrierte sich
auf die Arbeit mit dem Apparat; damit lag die Auswahl von Funktionären
für die zentralen und lokalen Posten in seinen Händen. Bereits zu
Lebzeiten wurde Kritik am Triumvirat laut. Lenin schrieb in zwei Briefen
an den Parteitag, dass sich die Genossen über eine Ablöse Stalins
Gedanken machen sollten und nach einem Nachfolger suchen sollten, der
toleranter, loyaler und höflicher sei. Aus den gleichen Briefen geht
jedoch auch hervor, dass er im damaligen Politbüro keinen geeigneten
Kandidaten sah. Auch
andere Versuche, z.B. geheime Unterredungen von anderen ZK-Mitgliedern
in Kislowodsk, die zum Ziel hatten, Stalins Macht einzuschränken,
scheiterten; teils an Meinungsverschiedenheiten der Akteure, teils an
politischen Spielen Stalins. Nach
dem Tod Lenins wurden diese Briefe den Delegierten des XIII. Parteitages
verlesen, allerdings wurde dies von Sinowjew erledigt, während Kamenew
die Interpretation vornahm. Rivale
Trotzki richtete ebenso Schreiben an das Zentralkomittee, indem er dem
Triumvirat vorwarf, ein Regime zu sein, das weiter von der
Arbeiterdemokratie entfernt war als das Regime des Kriegskommunismus während
des Bürgerkrieges. Er forderte die alte Garde auf, der jüngeren
Generation Platz zu machen und sah das Triumvirat kurz vor der Entartung.
Da die innerparteiliche Opposition gegen das Triumvirat sehr stark war,
dauerte es mehr als ein Jahr heftiger Machtkämpfe, bis Trotzki Ende
1924 aus der Partei ausgeschlossen wurde. Trotzki wurde aus der
Sowjetunion ausgewiesen; Stalin ließ diesen später im mexikanischen
Exil ermorden. Zur
gleichen Zeit zerfiel jedoch auch das Triumvirat, Kamenew und Sinowjew
wurden zu innerparteilichen Gegnern Stalins, welcher wiederum Unterstützung
bei Nikolai Bucharin, Jan Rudsutak, Michail Frunse und Felix Dzierzynski
fand. Kamenew und Sinowjew wurden 1926 aus der Macht gedrängt und etwa
zehn Jahre später hingerichtet. Ab
1927 war Stalin somit uneingeschränkter Alleinherrscher in der
Sowjetunion. Stalin
vertrat die These vom "Aufbau des Sozialismus in einem Land",
also in der Sowjetunion selbst, ohne erst auf die Unterstützung durch
eine Weltrevolution zu warten, wie dies Lenins Ansatz gewesen war. Stalinismus Stalin
betrieb unbarmherzig die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft, die
großflächigen Hungersnöte an der Wolga und in der Ukraine, die über
10 Millionen Menschen das Leben kosteten, nahm er dabei billigend in
Kauf. Die Ermordung seines "Gegenspielers" Sergeij Sergej
Mironowitsch Kirow leitete die Politik der berüchtigten "Säuberungen"
ein (russ.: "Tschistka"). Von seinen Parteigenossen, die 1934
am "Parteitag der Sieger" als Delegierte teilnahmen und dort
versuchten seine Allmacht zu schmälern, ließ er 90 % umbringen.
Zwischen 1937 und 1939 ließ er anlässlich des "großen
Terror" etwa 1,5 Millionen Menschen ermorden. Auch seine eigene
Ehefrau fiel ihm zum Opfer. Antisemitisch
geprägte Schauprozesse zogen einige dutzend Todesurteile, vor allem
aber Deportationen nach sich. Stalin war auch wegen der Errichtung eines
zum Teil grotesken Personenkultes bekannt. Der Personenkult äußerte
sich unter anderem in der Kunst (Lobpreisungs- und Ergebenheitswerke in
Literatur sowie Malerei) und in einer unangemessen großen öffentlichen
Präsenz, so wurden in fast allen Sowjetrepubliken und Ostblockstaaten
Städte in Stalinstadt umbenannt, daneben öffentliche Gebäude, Werke,
Sportstätten und anderes mehr. Wichtige
Mitarbeiter Stalins waren der Volkskommissar für innere Angelegenheiten
und NKWD-Chef Lawrentij Pawlowitsch Berija, Trofim Denissowitsch
Lyssenko und Michail Kalinin. 1939
schloss er einen Nicht-Angriffspakt mit seinem Gegner Hitler
(Hitler-Stalin-Pakt) und überfiel nicht nur am 17. September 1939 Polen
(Ermordung von 20.000 gefangenen, polnischen Offizieren in Katyn) und
1940 im Winterkrieg Finnland (200.000 tote Rotarmisten), sondern ließ
auch alle drei Staaten des Baltikums und das östliche Rumänien bis zur
Donau (Bessarabien) besetzen. Während
des so genannten "Großen Vaterländischen Krieges" (also des
Zweiten Weltkriegs nach russischer Bezeichnung) war Stalin auch
Oberbefehlshaber der Armee. Trotz der vorherigen Säuberungspolitik
gelang es ihm, die sowjetische Bevölkerung durch die Propagierung eines
neuen Nationalismus hinter sich zu scharen. Ganze
Völker und Volksgruppen, wie die Krimtataren, die Russlanddeutschen
oder die Tschetschenen ließ er in dieser Zeit als potentielle
Kollaborateure zur Zwangsarbeit in die unwirtlichen Permafrostgebiete
nach Sibirien deportieren, wo es kaum jemand lange überlebte. Auch die
Armenier waren von diesen Deportationen betroffen. Bis 1953 wurden 40
Millionen Menschen im so genannten Gulag interniert, von denen mehr als
15 Millionen dort umkamen. Auf
der Konferenz von Teheran 1943 und der Konferenz von Jalta 1945, an der
Stalin jeweils teilnahm, wurden auch die Grenzen in Europa nach dem
Zweiten Weltkrieg neu gezogen. Dies resultierte in der Vertreibung von
mehreren Millionen Menschen in der östlichen Hälfte Europas. Tod
Stalins und Verurteilung des Stalinismus Am 1.
März 1953, nach einem gemeinsamen nächtlichen Essen mit Lawrentij
Berija, Georgij Malenkow, Nikolai Bulganin und Nikita Chruschtschow,
brach Stalin zusammen. Er starb vier Tage später, am 5. März 1953, im
Alter von 73 Jahren. Offiziell ist er an einer Gehirnblutung gestorben.
Laut der Memoiren von Wjatscheslaw Molotow, die 1993 veröffentlicht
wurden, hat Beria ihm gegenüber damit angegeben, dass er Stalin
vergiftet habe. 1956
distanzierte sich Nikita Chruschtschow auf dem berühmten 20.
Parteikongress im Namen der Sowjetunion offiziell von Stalin. Der
Prozess der Entstalinisierung folgte dann auch in allen anderen
Ostblockstaaten. Dieser Artikel stammt von www.wikipedia.de : http://de.wikipedia.org/wiki/Stalin und steht unter der GNU-FDL Lizenz für freie Dokumentation Liste der Autoren unter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Josef_Stalin&action=history
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