Diktator des Monates: Oktober 2006

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Yuan Shikai

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Die Tatsachen

Name: Yuan Shikai
Land: Republik von China
Geburtstag: 16 September 1859
Gestorben: 06 Juni 1916
Daten seiner Regierung: 1912-1916
Wie er an die Macht gekommen ist: gewählt 
Gattung: Militärdiktator
Kernwaffen: nein
Größte Leistungen: Er war dafür bekannt, die Schwächen der Qing-Kaiser und der jungen Republik China für sein Ziel autoritärer Machtausübung durch militärische Überlegenheit auszunutzen.

Bewertung (hier befinden sich die Erklärungen)  

Charisma/ Popularität: 1,25
Gefahrfaktor (Außenpolitik): 2,5
Unterdrückungsbewertung: 3,25
Anzahl seiner Opfer: 3
Regierungsdauer: 2
Wirtschaftsangelegenheiten: 1,5
Infamiefaktor: 1
Staatsmannfaktor: 2
Extremismus: 2,5
Progressivität: 1,5
Gesamtbewertung (50 max): 20,5

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Biographie

Yuán Shìkai (* 16. September 1859; † 6. Juni 1916) war ein Militärführer und Politiker während der späten Qing-Dynastie und der Republik China. Er war dafür bekannt, die Schwächen der Qing-Kaiser und der jungen Republik China für sein Ziel autoritärer Machtausübung durch militärische Überlegenheit auszunutzen.

Präsident Yuan Shikai

Geboren 1859 im Bezirk Xiangcheng, Provinz Henan, erlangte er 1884, während des ersten Sino-Japanischen Krieges, Ruhm als Kommandant der chinesischen Kräfte in Korea. Er hatte das Glück, einige Tage vor der vernichtenden Niederlage der chinesischen Streitkräfte nach Peking zurückgerufen zu werden. Zurück in Korea, übte er dort 1885-94 die Rolle eines allmächtigen Hochkommissars Chinas in diesem Vasallenreich aus.

Durch seine Loyalität zur Kaiserinwitwe Cixi wurde er 1895 zum Kommandanten der ersten "neue Armeen" ernannt. Der Hof der Qing verließ sich auf Yuans Armee, da sie als effizient galt und ihre Garnison in der Nähe Pekings lag. Yuan missbrauchte seine Stellung jedoch und wechselte mehrmals die Seiten, unter Abwägung des größten persönlichen Nutzens. Besonders nach dem Staatsstreich, der die Hundert-Tage-Reform beendete, wurde er der Todfeind des Kaisers Guangxu.

Am 25. Juni 1902 wurde er Minister für Beiyang - das Gebiet entspricht den heutigen Provinzen Liaoning, Hebei und Shandong. In dieser Position erwarb er sich einen Namen bei den Ausländern, als er half, den Boxeraufstand niederzuschlagen. In der Folge bekam er zahlreiche Darlehen, um seine "Beiyang-Armeen" in die leistungsfähigste Armee Chinas zu verwandeln. Gleich nach dem Tod Cixis und Guangxus enthob Regent Pu-Feng ihn aller Posten, vermutlich gemäß eines geheimen Testaments Guangxus. Er behielt jedoch einen enormen Einfluss auf seine Armeen, auch nachdem er sich nach Henan zurückgezogen hatte.

Im Jahre 1912 spielte Yuan eine kritische Rolle bei der Errichtung der Republik China. Die südlichen Provinzen hatten bereits ihre Unabhängigkeit von den Qing erklärt, die Nordprovinzen und die Beiyang-Armee Yuans hatten jedoch weder für noch gegen die Revolution Stellung bezogen. Sowohl Yuan als auch die Qing wussten, dass die Beiyang-Armee als einzige moderne Armee fähig war, die Revolution zu unterdrücken. Folglich verlangte Yuan einerseits die höchsten politischen Ämter von den Qing, andererseits nahmen seine Kräfte im November 1911 Hankou und Hanyang ein und bereiteten sich auf einen Angriff auf Wuchang vor, und zwangen so die Revolutionäre zu Verhandlungen.

Kaiser Yuan Shikai

Yuan wurde unter Kaiser Puyi Premierminister und bekam die Vollmacht, den Aufstand niederzuschlagen. Der gewählte Führer der Aufständischen, Dr. Sun Yatsen, war in einer militärisch schwachen Lage und war zu einem Kompromiss mit Yuan nur zögernd bereit. Yuan zwang in der Folge Puyi zur Abdankung und wurde Präsident der Republik China. Cao Kun, einer der Vertrauten Yuans in der Beiyang-Armee, inszenierte einen Staatsstreich in Peking und Tianjin, offensichtlich in Yuans Auftrag, um einen Vorwand dafür zu bieten, dass Yuan seine Machtsphäre in der heutigen Provinz Hebei nicht verlassen musste. Die Führung der Aufständischen musste wiederum nachgeben und Peking wurde zur Hauptstadt der neuen Republik.

Im Februar 1913 wurden Wahlen für die Nationalversammlung abgehalten, in der die Chinesische Nationalistische Partei, die Kuomintang, sehr gut abschnitt. Sung Chiao-jen, Sun Yatsens Stellvertreter in der KMT, warb für ein westliches Regierungssystem und wurde weithin als Anwärter für den Posten des Premierministers betrachtet. Yuan sah Sung als Bedrohung für seine Macht; Sung wurde am 20. März 1913 ermordet und es wird gemeinhin vermutet, dass Yuan dafür die Verantwortung trug.

Die Spannungen zwischen der Kuomintang und Yuan verstärkten sich und veranlassten Yuan, die Regierung mit seiner militärischen Macht zu stürzen und die Nationalversammlung wie die Provinzparlamente aufzulösen. Die Kuomintang versuchte erfolglos eine "zweite Revolution" gegen Yuan, welche aber von Yuans Militär niedergeschlagen werden konnte. Die Kuomintang-Führung, einschließlich Sun Yatsen, ging nach Japan ins Exil.

Yuan beging in der Folge einen politischen Fehler, indem er die Monarchie wiederherstellte und sich zum Kaiser des Chinesischen Kaiserreiches ausrief. Seine Hongxian-Dynastie währte vom 12. Dezember 1915 bis 22. März 1916. Nicht nur die Aufständischen, sondern auch Yuans Kommandanten widersetzten sich dieser Entwicklung. Letztere befürchteten, dass die Wiederherstellung der Monarchie Yuan erlauben würde, unabhängig von der Unterstützung des Militärs zu agieren. Angesichts der Opposition aus allen Lagern beugte sich Yuan dem Druck. Er starb wenige Monate später an Nierenversagen.

Mit dem Tod Yuans verlor China seine letzte zentralisierte Gewalt. Die Armee zersplitterte schnell in Fraktionen sich gegenseitig bekämpfender Kriegsherren.

Dieser Artikel stammt von www.wikipedia.de :

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