Diktator des Monates: März 2006

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Saddam Hussein

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Die Tatsachen

Name: Saddam Hussein
Land: Irak
Geburtstag: unbekannt- zwischen 1935 -1939 (möglich 28 April 1937
Gestorben: lebt noch
Daten seiner Regierung: Juli 1979- Februar 2004
Wie er an die Macht gekommen ist
Gattung: Militärdiktator
Kernwaffen: nein
Größte Leistungen: Beging mehrere Grausamkeiten den Kurden gegenüber, überfiel Iran, dann Kuwait, und wurde endgültig von G. W. Bush gestürzt

Bewertung (hier befinden sich die Erklärungen)  

Charisma/ Popularität: 1,5
Gefahrfaktor (Außenpolitik): 4
Unterdrückungsbewertung: 4
Anzahl seiner Opfer: 4
Regierungsdauer: 5
Wirtschaftsangelegenheiten: 1,5
Infamiefaktor: 4,5
Staatsmannfaktor: 2
Extremismus: 4
Progressivität: 3
Gesamtbewertung (50 max): 33,5

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Biographie

Überblick

Saddam Hussein war Präsident von dem Irak von Juli 1979 bis Februar 2004.

Frühes Leben

Saddam Hussein war in dem Dorf Ouja in der Nähe von Tikrit im Nordirak geboren. Sein Vater war ein armer Mann ohne Besitztum, der starb, ehe Saddam geboren war. Nach dem Tode seines Vaters lebte Saddam mit seinem Stiefvater, Ibrahim Hassan, der ihn angeblich regelmäßig verprügelt hat. Später wurde Saddam zu seinem Onkel Khairallah Talfah geschickt, wo er lebte. Talfah war Offizier in der britischen Kolonielarmee, der Groll gegen den Westen gehegt hatte, aufgrund seiner vermeintlichen Mißhandlung in der Armee. Aus diesem Grunde wird vermutet, daß Saddams Sinn von arabischem Nationalstolz entwickelt wurde, sowie seinen Haß gegen den Westen. Saddam zeigte auch eine Neigung zum Gewalt, da er einen Lehrer in seiner Ortschaft umgebracht hat.

Aufstieg

Als er 19 Jahre als war, in 1956 wurde Saddam Mitglied der irakischen Ba’th Sozialistpartei, was heimlich in 1950 gegründet worden ist. Obschon die Partei sozialistische Programme unterstützt hatte, noch wichtiger war der Standpunkt der Partei, gegen die Kolonialization des Nahen Ostens und der arabischen Welt von dem Westen zu sein. Hussein war ein eifriger Mitglied, und wurde in 1958 von der damaligen Regime inhaftiert für sechs Monate für seine Tätigkeiten gegen die Regierung. Als er seine Freiheit wieder erlangt hat, nahm er nach einigen Monaten schon an einem Putsch gegen Abdul Karim Kassim teil; der Putsch scheiterte und Hussein wurde von einer Kugel der Leibwächter des Staatchefs in seinem Bein verwundet. Obwohl er mit seinem Leben davongekommen war, war er dazu gezwungen, die Flucht zu ergreifen, erst nach Syrien und anschließend nach Ägypten. In seiner Abwesenheit wurde er in dem Irak zu Tode verurteilt.

Während er in Ägypten und Syrien hauste, schloß er sein Studium ab, und wartete darauf, wieder in den Irak zurückzukehren. Die Gelenheit zeigte sich in der Revolution des Ramadans von der Ba’ath Partei in 1963; Saddan Hussein war in deren Führung, doch Meinungsverschiedenheiten in der Partei drohte nun, die Partei in Stücke zu zerreißen. Es handelte sich darum, daß die Parteimitglieder teilweise irakische Nationalisten, und teilweise aud Arabern aus anderen Ländern waren. Hussein wurde bald wieder verhaftet, da er angeblich Komplotte gegen die Partei geschmiedet hat, doch sein Ansehen und Gefolge in der Partei waren schon sehr groß. Als in im Gefängnis war, wurde er zum Vize-Generalsekretär der Partei gewählt. Ihm gelang es, in 1967 auszubrechen, und im folgenden Jahre schon nahm Saddam wieder an zwei Putschversuche teil; in der Tat war der zweite Putsch erfolgreich. Dem Hussein wurde im gleichen Jahre die volle Verantwortung der Staatssicherheit zugeteilt, und er schloß seinen Grad als Rechtsanwalten ab.

Saddams Anstieg wuüde zunehmend an Kraft gewinnen, als er amtlich zum Vorstandschef des Führungsrats der Revolution gewählt wurde, als er ein Bündnis mit seinem zweiten Vetter Ahmad Hassan Bakr abschloß, der der ehemalige Vorstandschef des Rats war. Die zweite Regime der Ba’ath Partei bemühte sich in erster Linia, für Eintracht in der Partei zu sorgen.

Man sollte einem darauf aufmerksam machen, daß die Einwohner des Iraks nicht einheitlichen Sprachen mächtig sind, und die verschiedenen Stämme oft Streitigkeiten gegeneinander führen; eine große Spalte befindet sich zwischen den Stämmen auf dem Lande und den Stadtsmenschen, sowie eine zwischen den religiösen Fundamentalisten und den Nationalisten. Zwistigkeiten zwischen den Klassen sind auch sehr häufig. Die größte Unterstützung der neuen Ba’ath Regierung und Hussein war in der Mittelschicht in der Mitte des Landes, die hauptsächlich Nationalisten waren, und für die Modernisierung des Landes zustimmte. Obwohl ihre Treue sehr fest war, der Partei gegenüber, bildeten sie bloß ein Fünftel der Bevölkerung an der Anzahl.

Nun war Saddam an der Spitze der Führung, und er versuchte, den Armut auszurotten, um Unterstützung in den niedrigen Schichten zu gewinnen. Die Ba’ath Partei hatten die historische Auszeichnung in der Region, die Schülung der Bevölkerung bis der Universität umsonst einzuführen. Auch wurden Pensionen eingeführt, um Familien von Kriegsgetöteten zu unterstützen, sowie unsonste Krankenverpflegung in Krankenhäusern und Zuschüsse für Bauern.

Am 01 Juni 1972 leitete Hussein die Kampagne, die Ölindustrie des Iraks zu nationalisieren; zugleich führte er einige Initiativen, die Wirtschaft des Landes zu modernisieren. Er überwachte auch die Modernisation der Agrikulturbranche, und Gründstücke wurden den Bauern zugeteilt. Fürwahr machte die Regime deutlichen Fortschritt mit Infrastructurausbau, Abbau der Rohstoffe des Landes, und überhaupt mit der Forderung von verschiedenen Industrien, damit das Land nicht ganz Ölabhängig wäre. Mit der Zeit hatte Hussein schon viele mächtige Freunde in der Ba’ath Partei.

Doch was sich so ideal mit der Ba’ath Partei anhört, verbarg auch eine dunkele Seite. Ein mehrsprachiges Land zusammenzuhalten, ist eine große Leistung, und bloß Reformen genügten nicht- Gewalt wurde auch angewendet, und viel. Den Opponenten der Regierung wurden oft Folter und Brutalität zuteil; vor allem unter den Kurden, die unaufhörlich von Hussein unterdrückt wurden. Die kurdische Führung fand sich ständig Opfer von politischen Mordsattentaten, und Familien wurden massenweise in die Verbannung geschickt.

Als ein Gefecht zwischen der Regierung und den kurdischen Rebellen (unterstützt von Iran) in 1974 ausbrach, war Husseins Grausamkeit nicht mehr zu bremsen; die kurdischen Städte Sakho und Qala’at Diza wurden in Trümmer gelegt und mehr als 8000 Einwohner dieser Städte verschwanden spurlos. In 1975 war der Krieg zu Ende, und die Grenze zwischen dem Irak und Iran war von beiden Seiten vereinbart; Kurden flüchteten sich in Strömen nach Iran.

In 1977 fingen Terrorkampagnen von Hussein gegen Schi’a Moslems, und schätzungsweise 80.000 Schi’aner wurden nach Iran geschickt, während ihr Besitztum beschlagnaht worden war. Im gleichen Jahre wurden Schi’a Priester, Politiker, usw. hingerichtet und Säuberungsaktionen gegen die Schi’as, die mutmaßliche Mitgleider der Da’wa Partei waren. Kommunisten wurden auch massenweise hingerichtet, und laut Berichten sind mehr als 7000 ums Leben gekommen; Hauptquartieren der kommunistischen Partei wurden alle geschlossen in 1979.

Währden dessen setzten sich die Streitigkeiten in der Ba’ath Partei fort, und am 16 Juli 1979 übernahm Hussein das Amt des Präsidenten, als er den damaligen Präsidenten Al-Bakr vertrieben hat, der ein ehemaliger Freund von Saddam war. Hussein wurde somit Präsident der Republik, sowie Stabschef des Militärs (uvm.). Hussein bahauptete, Al-Bakr wolle den Irak zu Syrien übergeben, und diese Behauptung war eine gute Ausrede, Kontrolle über die Partei zu befestigen; Opponenten und Unterstützer von Al-Bakr wurden hingerichtet; diesmal einige Hundert an der Anzahl. Doch nun war Husseins Macht in der Partei absolut, was tatsächlich eine große Leistung war. Doch Verhältnisse mit Iran und Syria verschlechterten sich, und Husseins Ansehen im Ausland wurde immer schlechter, trotz der positiven Seite seiner Reformen, und dies wurde eventuell sein Abstürz verursachen.

Am 17 September 1980 zeriß Hussein die Friedensabkommen zu Algieren mit Iran in der Öffentlichkeit aufgrund "der frequenten und offesichtlichen Verstöße von Iran gegen die Souveranität des Iraks", und bloß fünf Tage später griff die irakische Luftwaffe in Iran an, während die Infanterie des Iraks über die Grenze schritt. Erstmals stritt man über die Khuzestan-Region, die nun sehr ölreich war, und von Jahrzehnten zu Iran übergeben wurde von den Ottomanen. Der Besitz dieser Region von Iran reizte die Iraker seit Jahrzehnten, und es kam mahrmals fast zu Krieg deswegen. Saddam Hussein hatte versprochen, den Irak an die Spitze der Macht in dem Nahen Osten zu führen, und einen Krieg gegen die verhaßten Perser schien dem Publikum zu gefallen.

Und die Zeit dazu, schien damals günstig. Fürwahr, die Revolution in Iran in 1979 und der Anstieg der Fundamentalisten in dem Land des einst "Verteidiger des Nahen Ostens", ließen die ölhungrigen Westlichen Ländern erzittern. Aus diesem Grunde mußte nicht mit dem Eingreifen des Westens zu rechnen, da es ihnen allzugut passen würde, die Mullahs zu stürzen. Und in der Tat waren Saddams Vorwürfe gegen die Iraner nicht ganz unbelegt; Iran hatte die Kurden unterstützt, um der Ba’ath Regime Probleme zu verursachen. Iran fand sich wesentlich diplomatisch isoliert, und gewißermaßen ein sehr praktischer Feind, da niemand den Iranern beistehen würde. Doch eine große Annahme (und ein großer Fehler), die sich als falsch bewies, war, daß die Iraner für den Rückkehr des Schahs kämpfen würden, und somit versuchen, die Mullahs zu stürzen.

Als der Krieg anfing, gelang es den Irakern, die nun unorganisierte Iraner zurückzutreiben; doch bald wurde es einem klar, daß die Iraner, obwohl schlecht ausgebildet, sich als sehr tapfere Krieger erwiesen, und keine Spur der Schah-Loyalisten zeigte sich. In der Tat genau das Gegenteil passierte; Iraner, die neutral in der Schah-Affaire waren, unterstützten die neue Regierung sehr eifrig, da ihnen eine Besatzung von dem Irak viel verwerflicher war, als die neue Regime.

Bald gewann Iran die Oberhand, und die Iraker wurden gänzlich zurückgeschlagen in 1982; obwohl Hussein immer wieder um Frieden bat, wurde ihm das abgeschlagen von Iran, und der Krieg setzte sich fort in Irak. Sechs Jahre später, im August 1988, nach einer ungeheuren Anzahl von Kriegsverletzten und Toten (schätzungsweise 1,5 Millionen sind ums Leben gekommen), war der Krieg zu Ende, aber beide Länder hatten sehr gelitten. Saddam Hussein verwendete auch Giftgas gegen die Kurden, und beging zahlreiche Kriegsverbrechen. Die Wirtschaft beider Länder war beinahe ruiniert, und da beide Seiten versucht hatten, Ölinfrastruktur deren Feindes anzugreifen, war die Produktion sehr beschädigt.

Nichtdestotrotz war Iran fähig, den Krieg zu finanzieren, während der Irak nun abhängig von Schulden war. Der Irak schuldete Kuwait beispielsweise $14 Millionen, als der Krieg zu Ende war, was bestimmt eine Rolle gespielt hatte, dieses Land später zu überfallen. Alles in allem war der Krieg unentschieden, und die Grenzen beider Teilnehmer fast unverändert.

Am 02 August 1990 überfielen irakische Truppen Kuwait, und es wurde innerhalb eines Monates kundgegeben, das Königreich sei der neunzehnte Bundesstaat von dem Irak; somit kontrollierte der Irak zwanzig prozent von dem Ölvorrat der Welt. Dies führte zu einer UN Sicherheitsrat zugestimmten Koalition, den Irak anzugreifen, wenn alle Truppen aus Kuwait vor dem 16 Januar 1991 nicht zurückgezogen wären. Hussein ignorierte das Ultimatum, und der Irak wurde rund um die Uhr von Luftangriffe bombardiert, während Koalitioneinheiten tief ins Land drangen. Im Februar 1991 waren irakische Einheiten völlig aus Kuwait vertrieben, und irakische Truppen würden sich maßenweise (175.000) ergeben, während mehr als 100.000 Iraker getötet worden sind. Saddam gelang es, an der Macht zu bleiben, aber unter der Voraussetzung, daß alle Entwicklung und Recherche von Massenvernichtungswaffen sofort eingestellt wären; UN Waffeninspektoren würden im Lande bleiben, um Saddam zu überwachen.

Doch in 1988 hatte Saddam sämtliche Waffeninspektoren aus dem Lande verwiesen, und Spannung zwischen Dem Irak und dem Rest der Welt wuchs wieder, vor allem mit dem USA. Zwischen 16-18 Dezember 1998 wurden strategische Ziele in dem Irak von den USA und UK wieder angegriffen in der Operation Desert Fox. Nach mehr Verhandlungen und politischen Spielen für einige Jahre, war es offensichtlich nach den Attentaten am 11 September, 2005, daß Saddam an die Reihe kommen würde, nach dem Taliban aus Afghanistan.

Hussein veranstaltete eine Allgemeinwahl in 2002, und gewann mit 99,99% Stimmen, doch viele westliche Länder warfen ihn Wahlbetrug vor. Mehr Vorwürfe gegen ihn wegen Maßenvernichtungswaffen würden erfolgen, und eine Invasion von den USA und UK schien nun unvermeidlich, laut Aufklärungsberichten. Nach einem Ultimatum von George W. Bush, daß Saddam unverzüglich das Land verlassen soll, mißachtet wurde, was es wirklich soweit. Am 20 März, 2003 wurde der Irak wieder von einer Koalition gehämmert, und die Regierung stürzte binnen drei Wochen; Baghdad fiel am 09 April 2003, und Hussein ergriff die Flucht und versteckte sich, bis er am 13 Dezember 2003 gefangen genommen wurde.

Seit seiner Inhaftierung, wurde der Prozeß von Hussein mehrmals verzögert, und er erklärt immer wieder, das Gericht hat kein Recht, ihn zu verurteilen.

Originalartikel von www.dictatorofthemonth.com wurde im Januar 2006 verfaßt- alle Rechte vorbehalten

Quellen:

http://www.iraqfoundation.org/research/bio.html

http://i-cias.com/e.o/sad_huss.htm