Diktator des Monates: Juni 2002![]()
| Benito
Amilcare Andrea Mussolini
Die Tatsachen Name: Benito Amilcare Andrea Mussolini
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Biographie
Benito Amilcare Andrea Mussolini (* 29. Juli
1883 in Dovia di Predappio in der Emilia Romagna; † 28. April 1945 in
Mezzegra am Comer See (erschossen) war von 1922 bis 1943 faschistischer
Diktator Italiens. In dieser Funktion wurde er auch häufig Duce (Führer)
genannt. Überblick Zunächst
engagiert sich Mussolini ab 1901 bei der sozialistischen Partito
Socialista Italiano (PSI) und steigt dort bis 1912 in das Exekutiv-Komitee
auf. Er wird Chefredakteur der linksgerichteten Tageszeitung "Avanti".
Wegen Desertion, Aufrufen zu Generalstreiks (z.B. gegen den italienischen
Einmarsch in Libyen 1911) und ähnlichen Aktionen verbüßt Mussolini
mehrere kurze Haftstrafen. Obwohl
Mussolini 1914 das Anti-Kriegsmanifest der PSI unterzeichnet, gründet er
kurz darauf die Fasci d'Azione Rivoluzionaria (FAR - Verbindung der
revolutionären Aktion), die für den Kriegseintritt Italiens eintritt.
Darauf hin wird Mussolini aus der PSI ausgeschlossen. Nach dem
1. Weltkrieg beteiligt sich Mussolini im März 1919 an der Gründung der
Fasci di combattimento (Squadristen), die eine autoritäre Ordnung und die
Revision der Versailler Verträge zugunsten Italiens fordern. Zwei Jahre
später ziehen die Faschisten unter Mussolinis Führung mit 34
Abgeordneten in das italienische Parlament ein. Mussolini wandelt die
Fasci in die Nationale Faschistische Partei (PNF) um. Während
einer sich zuspitzenden innenpolitischen Krise geht Mussolini mit
faschistischen Milizen, den Squadristi in Straßenkämpfen gegen die
Gewerkschaften vor. Die Kampftruppen finanzieren sich durch
Werksschutz-Aufträge der Industrie. Der italienische Staat lässt aus
Furcht vor einer proletarischen Revolution nach russischem Vorbild die
mehrheitlich aus kleinbürgerlichen Verhältnissen stammenden Fasces gewähren.
Aufgrund der Unruhen treten in kurzer Folge mehrere Regierungen zurück. Darauf
hin organisiert Mussolini 1922 mit 26.000 Faschisten einen Sternmarsch
("Marcia su Roma" - Marsch auf Rom, so auch der Titel des
Tagebuches von Italo Balbo) der am 28. Oktober nach zwei Tagen in der
Hauptstadt eintrifft. Mussolini selbst reist im Schlafwagen von Mailand
aus an. Wegen angeblicher Putschdrohungen (die Kollaboration zwischen dem
Königshaus und Mussolinis Squadristi ist offensichtlich) beruft König
Viktor Emanuel III. Mussolini zum Ministerpräsidenten. 1924
wird der sozialistische Oppositionspolitiker Matteotti erschossen.
Indizien deuten darauf hin, dass Mussolini wahrscheinlich selbst den
Auftrag für diesen Mord gegeben hat. In der Folge ziehen die
Oppositionsparteien, deren Einfluss bereits im Juli 1923 durch ein neues
Wahlgesetz eingeschränkt wurde, demonstrativ aus dem Parlament aus.
Mussolini nutzt die Matteotti-Krise, um die Vorherrschaft der PNF weiter
auszubauen. 1926 werden Oppositionsparteien verboten, zu den Wahlen 1928
treten nur noch Kandidaten an, die von der PNF zugelassen wurden. Damit
ist die Umstrukturierung der italienischen Regierung zu einer Diktatur
abgeschlossen. Im Juni
1936 verkündet Mussolini die "Achse Rom-Berlin" und gibt damit
einen Bündnisvertrag mit Adolf Hitler bekannt. 1937 tritt Italien aus dem
Völkerbund aus und dem Antikomintern-Pakt zwischen Deutschland und Japan
bei. Auf Druck Deutschlands führt Italien 1938 antisemitische
Rassegesetze ein. Im April
1939 besetzt Mussolini Albanien, was die Fähigkeiten seiner schlecht
ausgebildeten und ausgerüsteten Streitkräfte bereits auf das Äußerste
strapaziert. Als die Deutschen durch ihren Einmarsch in Polen den Zweiten
Weltkrieg beginnen, verhält sich Mussolini zunächst abwartend. Erst
1940, als deutsche Truppen die Kanalküste erreichen und ihm der Sieg
sicher erscheint, erklärt er England und Frankreich den Krieg. Sein
Einmarsch in Griechenland im Oktober des selben Jahres scheitert kläglich,
er verliert sogar einen Teil Albaniens, der erst mit Hilfe der Deutschen
wieder zurück erobert werden kann. Auch bei der Errichtung einer zweiten
Front in Afrika haben die Italiener wenig Glück, und verlieren bei
alliierten Gegenangriffen bereits im Laufe des Jahres 1941 den Großteil
ihrer Kolonialgebiete. Die
Kriegserklärung an die Sowjetunion Juni 1941 und die USA im Dezember
besiegeln die militärische Niederlage Italiens und auch das politische
Schicksal des "Duce". Nach der
Landung der Alliierten in Süditalien setzt der Faschistische Großrat
Mussolini am 25. Juli 1943 ab. Mussolini wird verhaftet und an
verschiedenen Orten versteckt. Inzwischen verhandelt Marschall Badoglio
mit den Amerikanern und schließt mit ihnen am 8. September einen
Waffenstillstand. Deutsche Truppen befreien Mussolini aus der Festung Gran
Sasso in den Abruzzen und installieren unter seiner Führung das
Marionettenregime der Italienischen Sozialrepublik (auch: Republik von Salò). Nach
gescheiterten Verhandlungen mit den Partisanen versuchte Mussolini über
die Schweiz nach Deutschland zu fliehen. Er wird jedoch in Dongo am Comer
See am 27.4.1945 von Widerstandskämpfern gefangen genommen und ohne
Gerichtsverfahren zusammen mit seiner Geliebten Clara Petacci am 28. April
1945 in Giulino di Mezzegra am Comer See erschossen. Die Leichen werden
danach öffentlich an einer Tankstelle aufgehängt. Mussolini
wurde kurze Zeit später beigesetzt, sein Leichnam wurde jedoch von
Faschisten entführt und erst 1957 im Beisein seiner Witwe Rachele
Mussolini in Predappio unter dem Liktorenbündel - dem Symbol seiner
Machtperiode und des Faschismus - beigesetzt. Dieser Artikel stammt von www.wikipedia.de : http://de.wikipedia.org/wiki/Mussolini und steht unter der GNU-FDL Lizenz für freie Dokumentation Liste der Autoren unter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Benito_Mussolini&action=history
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