Diktator des Monates: Mai
2006![]()
| Ferdinand
Edralín Marcos
Die Tatsachen Name: Ferdinand Edralín Marcos |
Biographie
Ferdinand Edralin Marcos (* 11. September 1917 in Sarrat; † 28. September 1989 in Honolulu, Hawaii) war vom 30. Dezember 1965 bis zum 25. Februar 1986 der zehnte Präsident der Philippinen. Marcos musste nach einem Volksaufstand das Land verlassen und floh in die USA. Aufstieg zur Macht Marcos wurde in Sarrat in der Provinz Ilocos Norte geboren. Sein Vater, Mariano Marcos, war Anwalt, der sich auch in der Politik betätigte, seine Mutter, Josefa Edralin, war Lehrerin. Er soll ein hervorragender Student gewesen sein. Seine erste Bewährungsprobe bestand er dadurch, dass er selbst seine Verteidigung – ihm wurde vorgeworfen, einen politischen Rivalen seines Vaters ermordet zu haben – erfolgreich organisierte. Während des Zweiten Weltkrieges diente er als Offizier in der philippinischen Armee. Nachdem Japan die Philippinen erobert hatte, kommandierte er eine Widerstandsgruppe. Nach Kriegsende wurde er Referent bei Manuel Roxas, dem ersten Präsident der nun unabhängigen Philippinen. 1949 wurde er in das philippinische Unterhaus gewählt, 1956 in den philippinischen Senat, dessen Präsident er 1962 wurde. Nachdem die Liberale Partei Marcos nicht zum Präsidentschaftskanditaten nomineren wollte, wechselte er die Partei und trat der Nationalistischen Partei bei, als deren Kandidat er in den Präsidentschaftswahlkampf ging. Bei den Wahlen am 9. November 1965 gewann er mit deutlichem Vorsprung gegen den Amtsinhaber Diosdado Macapagal. 1969 wurde er als erster Präsident der Philippinen für eine zweite Amtszeit gewählt. Außenpolitisch erwies Marcos sich als Stütze der US-amerikanischen Ostasienpolitik (u.a. im Vietnamkrieg). Angesichts bürgerkriegsähnlicher Revolten der Studenten und Muslime gegen seine Regierung verhängte er 1972 das Kriegsrecht und proklamierte 1973 eine neue Verfassung, die ihm diktatorische Vollmachten auf unbeschränkte Zeit garantierte. Fortan ließ er sich durch Plebiszite bestätigen. Nach der Aufhebung des Kriegsrechts 1981 sah sich Marcos wachsender Opposition ausgesetzt, der er durch die Ermordung seines prominentesten Kritikers, Benigno Aquino (*1932, † 1983), weitere Nahrung gab. Nach der Aufdeckung massiven Wahlbetrugs bei der Präsidentschaftswahl am 7. Februar 1985 wuchs der Widerstand gegen sein Regime stetig an. Am 22. Februar sagten sich schließlich zwei führende Mitglieder seines Kabinetts, Verteidigungsminister Juan Ponce Enrile und der Vize-Armeechef General Fidel Ramos, von ihm los. Auch die Volksbewegung unter Führung von Aquinos Witwe, Corazón Aquino, der sich das Militär anschloss, verstärkte den Druck und am 25. Februar flohen Ferdinand und Imelda Marcos mit Hilfe des im Land stationierten US-Militärs nach Guam. Das Paar reiste wenig später weiter nach Hawaii, wo Marcos drei Jahre später verstarb. Dieser Artikel stammt von www.wikipedia.de : http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Marcosund steht unter der GNU-FDL Lizenz für freie Dokumentation Liste der Autoren unter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ferdinand_Marcos&action=history
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