Diktator des Monates: Oktober 2005:

Zurück zur Hauptseite

Wladimir Iljítsch Uljánow Lenin

Ich möchte zur Bildergalerie

Die Tatsachen

Name: Wladimir Iljítsch Uljánow Lenin
Land: USSR
Geburtstag: 09 April 1870
Gestorben: 21 January 1924
Daten seiner Regierung: 08 November 1917- 21 January, 1924
Wie er an die Macht gekommen ist: befördert
Gattung: Kommunistdiktator
Kernwaffen: nein
Größte Leistungen: Erster Staatschef, der Marxismus eingeführt hatte, bekannt für die Oktober-Revolution und seine Niederlagen im Ersten Weltkrieg in 1918 und von Feldmarschall Pilsudski von Polen in 1921

Bewertung (hier befinden sich die Erklärungen)  

Charisma/ Popularität: 3
Gefahrfaktor (Außenpolitik): 2
Unterdrückungsbewertung: 3,5
Anzahl seiner Opfer: 5
Regierungsdauer: 3
Wirtschaftsangelegenheiten: 2
Infamiefaktor: 3,75
Staatsmannfaktor: 4
Extremismus: 3,5
Progressivität: 4
Gesamtbewertung (50 max): 33,75

Show this page in English!

Stimmen Sie jetzt!

Stöbern Sie Bücher über Lenin:


Wladimir Iljítsch Uljánow (sein Zuname wurde später zu Lenin geändert) war am 09 April 1870 in Simbirsk (jetzt Uljanowsk) zu liberalen Eltern Ilja Nikolaewitsch und Maria Alexandrowna; sein Vater war ein Zivildienstoffizier. Seine Schulung fand in Simbirsk und er war hervorragend in den Fächern Latein und Griechisch; er schloß seine Studien in der Simbirsker Gymnasium in 1887 ab. In dem gleichen Jahre wurde sein Bruder, der seit 1866 ein militanter Revolutionär gegen den Tsar war, wegen eines Komplotts, den Tsar zu ermorden, aufgehängt. Es wird angenommen, daß der Tod seines Bruders, Wladimir, der schon gegen die Monarchie war, äußert erbittert hat, und fortan wurde er sich das Leben dem Kommunismus widmen.

Später wurde Lenin Juris in der Kasan-Universität studieren, aber er wurde herausgeworfen, infolge kommunistischer Aktivitäten und Demonstrationen. In 1889 wurde ihm gewährt, sein Studium wieder aufzunehmen, aber schon widmete er viel Zeit dem Studium des Karl Marx. Er schloß sein Studium ab und bestand die Prüfung in der Universität von Petersburg in 1891, und gründete eine Rechtsanwaltspraxis in Samara in 1892.

Wladimir zog nach Sankt Petersburg in 1894, und wurde im Laufe des folgenden Jahres viel in Europa reisen, während er politische Aufsätze verfaßte, und gesetzwidrige kommunistische Gewerkschaften ergründete. Dies setzte sich bis 07 Dezember 1895 fort, als er inhaftiert wurde, und bis Februar 1897 im Gefängnis wohnen mußte. Danach wurde er nach Siberien in 1898 ausgewiesen, wo er seine künftige Frau Nadezhda Krupskaja im gleichen Jahre kennenlernte und heiratete. In 1900 war seine Haft zu Ende, und er kehrte nach Rußland zurück; seine Aufsätze veröffentlichte er fürbaß, und seine politische Macht fing an zu wachsen. In 1903, aufgrund Meinungsverschiedenheiten spaltete sich die Kommunisten in Rußland in zwei Fraktionsgruppen, die Bolschewisten und die Menschewisten; die Bolschewisten wurden von Lenin geführt.

Nachdem Bauernaufstände und Streiks gewalttätig von dem Tsar unterdrückt wurde, nach dem Ende des Russland-Japan Kriegs in 1905, fing Lenin an, die Leibeigenen und Bauren in Aufstände gegen den Tsar zu organisieren, und provisorische Regierungen wurden organisiert; Eigentum der Landbesitzer wurde beschlagnahmt und die Leibeigenen wurden emanzipiert. Dieses Modell wurde Lenin wieder anwenden, als die Sowjetunion in 1917 ergründet wird. Die Regierung schritt wieder ein, um die Aufstände zu unterdrücken und Lenin fand sich gezwungen in 1907, die Flucht nach Finnland zu ergreifen. Während dessen wuchs Spannung innerhalb Rußland in den nächsten Jahren, und die Anti-Tsar Bewegung gewann immer mehr Unterstützung.

Im ersten Weltkrieg verschlechterte sich die Situation in Rußland für die Imperialisten und im September 1915 in Zimmerwald in der Schweiz, europäische Sozialisten stimmten überein, daß anstatt für den Tsar im Krieg zu kämpfen, ein Bürgerkrieg könnte Rußland aus dem Krieg nehmen. Pläne wurde auch geschmiedet, um die Ausführung des Kommunismus zu unterstützen.

Im Februar 1917 war es soweit; erbärmliche Zustände in Rußland, Hungersnot und furchtbare Arbeitsverhältnisse für die Nichtkriegsteilnehmer führten zu einer Revolution; Tsar Nicholas II wurde abgesetzt und eine neue Regierung würde die Staatsführung übernehmen. Zu dieser Zeit war Lenin in der Schweiz, und trotz britischer Bemühungen, seinen Rückkehr nach Rußland zu verhindern, reiste er mit Hilfe des deutschen Kaisers durch Deutschland nach Schweden; der Kaiser hoffte nämlich, seinen Rückkehr nach Rußland würde Rußland aus dem Krieg und aus dem Weg schaffen, was in der Tat wahr war. Am 16 April, 1917, kehrte er wieder nach Petrograd, nun als Anführer der bolschewistischen Bewegung, doch er wurde im Juli 1917 wieder gezwungen, nach Finnland zu fliehen, nachdem ein Putsch gegen Kerensky, den damaligen Staatsführer von Rußland, mißglückte.

Doch die Bolschewisten, trotz anfangs relativ wenig Vertretung in dem Duma, gewannen bald rasch an Macht. Am 08 November 1917 (Oktober in dem russischen Kalender), wurde Lenin vom Parlament zum Vorstandschef des Volkskommissars, und somit wurde er Staatschef, während Kerensky vertrieben wurde. Lenin, wie versprochen, hat den Friedensprozeß mit Deutschland sofort eingeleitet, doch Verhandlungen wurden abgebrochen. Danach wurde Deutschland Rußland wieder überfallen, und Verluste für die Russen waren schwer. Als Rußland am 13 März 1918 das Bündnis in Brest-Litowsk unterzeichnet hat, waren die Russen deutlich im Nachteil, und hatten noch mehr verloren, als während der ersten Runde der Verhandlungen.

Am 30 August 1918 wurde Lenin im Schulter und in der Lungevon Attentäterin Fanja Kaplan geschossen. Aufgrund der damaligen primitiven ärztlichen Handlungsweisen, mißlang es den Ärzten, die Kugeln zu entfernen; obwohl er sich einigermaßen erholte, die Kugeln wurden ihn für den Rest seines Lebens weiter heimsuchen, seine Gesundheit verschlechterte sich in den kommenden Jahren.

Doch selbst mit dem Ende vom ersten Weltkrieg, gab es keinen Frieden für Rußland; ein Bürgerkrieg zwischen den Weißrussen, teilweise unterstützt von Großbritannien u.a., und die Rotrussen würde bis 1920 toben. Endlich, als der Bürgerkrieg endete, waren die Tsaristen endgültig besiegt, und Lenin war nun unbestritten in Kontrolle in Rußland.

Lenin führte etliche Initiativen ein; Banken, Privatgrundstücke und - Eigentum wurden massenweise nationalisiert und Fabrikproduktion würde zentral geregelt. Es sollte also keine Überraschung sein, daß die Mittel- und Oberschichten ganz gegen diese Maßnahmen waren, und selbst manche Bolschewisten waren der Meinung, Lenin hätte es so weit getrieben. Neue Gesetze wurden auch eingeführt, die Frauenrechte garantierten, Scheidungen wurden erlaubt sowie Abtreibung.

Doch eine brutale Staatspolizei wurde am 20 Dezember 1917 geschaffen, um Opponenten der Kommunisten zu terrorisieren.

In 1919 die Komintern wurde von Lenin gegründet, um kommunistische Revolutionen im Ausland zu unterstützen; zu dieser Zeit wurde die Bolschewistpartei auf die Kommunistpartei umbenannt. Deutschland stand am Abgrund einer Revolution in 1919, und Lenin versuchte, Polen zu überfallen, um den Kommunisten in Deutschland Beistand zu leisten. Doch brillant wurde Lenin von Feldmarschall Pilsudski zurückgeschlagen, und in 1921 das Ende des Kriegs sah eine deutliche Verschlechterung in Zustände in Rußland. Hungersnot war weit verbreitet, und Essenknappheiten suchten das Land heim; die Wirtschaft, schon zerbrechlich, war nun wirklich am Boden- in den Zwanzigern sind schätzungsweise 5,000,000 Russen an Verhungerung gestorben. Nach dem Kriegsende im März 1921 versuchte Lenin, die Wirtschaft wieder zu beleben, und einige Gesetze gegen Privathandel wurden aufgehoben.

In 1922 Lenin war eindeutig Diktator und unbestritten an der Macht, da die Weißrussen nun geschlagen waren, doch seine Gesundheit versagte ihm nun. Für lange Zeit wurde er angeblich gegen Syphilis behandelt, und die Wunden von dem Mordsattentat von 1918 quälten ihn noch. Im Mai 1922 litt er an einem Schlaganfall; danach würde es nicht mehr möglich, tägliche Regierungsaufgaben zu erledigen; im Dezember 1922 wurde seine rechte Seite von einem zweiten Schlaganfall paralysiert. Noch ein Schlaganfall wurde im März 1923 folgen, und er würde den Rest seines Lebens das Sterbebett hüten, nun unfähig zu sprechen. Endlich am 21 Januar 1924 gegen 18.30 war es soweit, er starb an seinem vierten Schlaganfall, obwohl es wird bestritten, was die tatsächliche Ursache seines Todes war; da einige meinen, es können auch Syphilis gewesen sein.

Originalartikel wurde von www.dictatorofthemonth.com im August 2005 geschrieben.

(c) 2005 www.dictatorofthemonth.com

Alle Rechte vorbehalten

Quellenartikel:

http://en.wikipedia.org/wiki/Lenin
http://www.marxists.org/glossary/people/l/e.htm#lenin
http://www.bartleby.com/65/le/Lenin-Vl.html http://www.marxists.org/archive/trotsky/works/1939/1939-lenin02.htm http://socialistalternative.org/literature/lenin/