Diktator des Monats Artikel

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Originalartikel von www.dictatorofthemonth.com (c) März 2005

Vorwort

Nun ist es höhste Zeit, daß man zu positive Maßnahmen in Deutschland greift, anstatt das Land einfach zerfallen zu lassen. Die Konjunktur scheint immer schlechter zu werden, obwohl man schon von Hausse in anderen Ländern spricht- wieso bleibt Deutschland diesmal irgendwie zurück und wie kann man das verändern? Vor allem in Ostdeutschland sieht es nun recht gefährlich aus, und wenn die Regierung nicht bald und entscheidend einschreitet, wird die Spalte zwischen Osten und Westen dermaleinst unversöhnlich werden.

Die Probleme

1- Der starke Euro

Die Stärke des Euros erwürgt die deutsche Wirtschaft. Anfangs hat man die Talfahrt des Dollars in Deutschland bejubelt, denn zum ersten Male sah man, daß die Amerikaner, die man immer beschimpft doch irgendwie zugleich heimlich beneidet, endlich besiegt worden waren. Es wird nun gesprochen, daß bald Rohstoffpreise usw. in Euros berechnen sollten, und es gedachte jedem, dies wäre eine Niederlage für die Amerikaner. Doch was sind die Spuren und was hat man davon?

Zwar hat man nun eine starke Währung, doch zu welchem Preise bekam man jene Währung?

Was man während der Entwertung des Dollars nicht eingesehen hat, ist, daß ein starker Euro tatsächlich weniger Arbeitsplätze in Deutschland bedeutet, denn aufgrund des schwachen Dollars, ist es nun billiger, die Arbeitsstellen auszuführen, und vielleicht sogar nach Amerika, was einem vor einigen Jahren rein unvorstellbar war. Sogar Volkswagen hat nun unlängst kundgegeben, daß sie nun überlegen, Produktion in Amerika auszubauen, da es jenseits des Teiches nun billiger geworden ist. BMW hat längst schon Fabriken in den USA.

Doch vor einigen Jahren stand der Euro bei $0.80, und heutzutage hingegen bei $1.35.

In 1999 kostete beispielsweise ein VW Golf in Amerika ungefähr $16.000, und in 1999 bei einem Wechselkurs von $0,80 waren das ungefähr €20,000, doch heutzutage bringt das gleiche Auto zu $16.000 bei einem Wechselkurs von $1,35 bloß €11.851 ein. Denke daran, das gleiche Auto bringt 40% weniger ein, und wie sollte Deutschland überhaupt noch konkurrenzfähig sein? Wie kann sich Volkswagen in diesem Beispiel überhaupt gegen andere Marken behaupten, da sie die Preise nicht erhöhen können und dadurch die Umsatzergebnisse immer schwächer werden.

In Deutschland, trotz aller Logik, daß die Inflation in Deutschland geringfügig sein soll, wegen der schlechten Arbeitsverhältnisse und des Anstiegs der Währung, kommt es einem vor, daß die Preise sich nach der Einführung des Euros verdoppelt haben.

Als der Euro eingeführt wurde, wurde veröffentlicht, daß die Kaufkraft des Euros gleich bleiben würde, doch wie sind die Preise jetzt tatsächlich? Wie oft sieht man heute, daß sich die Preise wesentlich verdoppelt haben, nach der Einführung des Euros.

Doch die EZB überlegt nun, die Zinskurse in Europa mehr zu erhöhen, dieweil das Risiko zur Inflation mehr sei, als zur Konjunktursschwäche. Man wurde damals betrogen, wegen der Kaufkraft der Währung, und Habgier hat die Leute auch dazu getrieben, die Preise beim Umstieg auf den Euro 1:1 umzusetzen, anstatt ungefähr 2:1; doch noch eine Erhöhung des Leitzinskurses wird das Problem weiter verschlechtern. Es wird mehr Arbeitsplätze kosten, da es im Endeffekt den Dollar mehr unter Druck setzen wird, was einem in Europa teuer zu stehen bekommt. Man sollte auch daran denken, daß eingeführte Güter nun billiger in Deutschland sein sollten, weil alles eingeführtes zum Rabattpreise ist, doch der Priesanstieg setzt sich fort.

2- Die EU und Ostdeutschland, und wie das die Einwanderer betrifft

Obwohl der Schriftsteller dieses Artikels Ausländerfeindseligkeit keineswegs billigt, die Immigration von zahlreichen Ausländern, den EU Bestimmungen gemäß, macht es auch nicht leicht für die deutsche Bevölkerung. Man spricht schon von einer Ausleerung der Grenzgebiet mit Polen und der Tschechei und diese Arbeiter verrichten ihre Arbeit natürlich allzu gern zu Preisen, die bei den Tschechen unmöglich zu berechnen wären.

Doch die Ausländer sind nicht schuld daran; das deutsche Volk hatte die Ergründing der EU gewollt, und nun muß man mit diesen Folgen zufrieden sein, oder versuchen, aus der EU zu treten. Fürwahr, als Deutschland in den 70ern nicht genug Arbeiter hatte, hat man sich an die Türkei gewendet, und natürlich haben diese Leute ihre Zelte ggf. in Deutschland aufgeschlagen. Deutschland belohnte sie später mit Feindseligkeit und Haß, was eine Schande für das Land ist. Sie wurden eingeladen, und dann kehrte man ihnen den Rücken, wenn sie nicht mehr « nützlich » waren. Doch ist diese Situation in der EU nicht etwas ähnlich? Mit EU Beitritt hat Deutschland Ausländer en masse wesentlich eingeladen, da ein vereintes Europa gewollt war, doch nun sieht es anders aus.

Die Osterweiterung der EU wurde auch von Deutschland immer unterstützt, vor allem wegen Polen. Doch was man nie erwägte, ist, daß wenn die Polen keine Arbeitsgenehmigungen brauchen, würden sie natürlich am Grenzgebiet starke Konkurrenz leisten, da sie weniger berechnen müssen, als die Deutschen, die höhere Lohnansprüche haben.

Nochmals wiederholt- ob die Ausländer wohl ein Problem sind, sind sie nicht Schuld daran, und sollten nicht dafür bestraft werden; sie wollen bloß auch nur Brot für ihre Familien erwerben, und wenn sie mehr Geld in Deutschland legal verdienen können, warum sollten sie nicht? Denn die Deutschen haben das Tor offen gelassen, und die Folgen sind unvermeidlich.

Die EU hatte immer behauptet, die Preise in Europa sollten überall gleich sein, doch wie sollten sie gleich sein, wenn die Verdienste von Land zu Land verschieden sind? Also, dieser Logik gemäß, müssen die armen Länder gewinnen, und die starken Länder sollten Kompromisse machen, um dem Rest zu helfen. Dies ist genauso mit Sozialismus, wenn diese Bemerkung darf gewagt werden. Irgendwann wird es soweit sein, daß die Preise in Europa sich ausgleichen, und dann wird Osteuropa keine Vorteile mehr haben, da die Preise in Osteuropa gleich wären, wie im Westen, doch wie lange wird das dauern, und will man einfach darauf warten?

3- Arbeitslosigkeit und Sozialleistungen

Kein Wunder dann, daß die NPD und PDS immer mehr Mitglieder gewinnen; die Verhältnisse sind so, daß man vor allem im Osten zur Verzweiflung getrieben wird, mit Arbeitslosenquoten bei 12,6% und somit am Höhepunkt seit dem Zweiten Weltkrieg. Was wirklich schade ist, ist daß die Leute irgendwie schon vergessen haben, was Kommunismus unter Honnecker und was Faschismus unter Hitler bedeuteten; Jugendliche, die zu jung sind zu wissen, was das alles bedeutet, sehnen sich "die guten alten Tage" herbei, als jeder einen Arbeitsplatz hatte.

Woran die Kommunisten nicht denken, ist die Tatsache, daß unter der Planwirtschaft nach sowjeter Art, die Verfügbarkeit der Güter absichtlich von der Regierung erdrosselt wurde, und man begnügte sich mit minderwertigen Erzeugnissen und Lebensmittel, manchmal zu ungeheuren Preisen; man wartete 7 Jahre auf seinen Trabant, wenn man sowas überhaupt bekommen konnte. Die Faschisten hingegen wollen nicht wissen, daß die Ausländer keine Feinde sind, sondern daß sie erforderlich sind, damit das Land sich entwickelt und nicht im Leerlauf bleibt. Tatsächlich ohne Ausländer in Deutschland würde die Bevölkerung wahrscheinlich sogar fallen, denn die Geburtsraten in Westeuropa sind im allgemeinen sehr niedrig; so niedrig, daß die Regierung der Bevölkerung bestechen muß, Kinder zu zeugen. Und diese Bestechung sollte ein Bürgerrecht sein? Das allzu gnädige Sozialleistungssystem, hat das Volk wahrhaftig unterjocht, und dem Durchschnittsmann ist das recht.

Man möge es nicht gern hören, aber das verwöhnte deutsche Volk wurde von der Regierung durch exzessive Sozialleistungen verdorben- alles wird von der Regierung erwartet und verlangt. Als die Regierung in den 80ern diese Programme finanzieren konnte, war es bequem in Deutschland, doch nun sind die Staatkassen immer pleite, und niemand will die Regierungsausgaben bändigen. Es wird immer gesprochen, daß die Regierung Arbeitsplätze schaffen muß, doch offensichtlich klappt es nicht- die Arbeitslosigkeit ist gewöhnlicher Weise doppelt so hoch, wie beispielsweise bei den Amerikanern. Beweist das doch nicht, daß das deutsche System dem Volke wahrhaftig versagte hat, und daß drastische Veränderungen nun erforderlich sind?

Zwar sollte eine Regierung einige Dienste leisten; das Finanzsystem muß stabil sein, die Verteidigung des Landes muß garantiert werden, Gesetze müssen verfaßt werden, und das Justizsystem muß fair sein. Doch ist es die Aufgabe der Regierung, Arbeitsplätze zu schaffen? Selbst wenn es doch ihre Pflicht ist, daß die Bevölkerung einigermaßen in Notfällen versorgt wird, es ist nicht die Pflicht der Regierung, die Bevölkerung langfristig zu versorgen, doch wie sollte die Regierung sich davon trennen, wenn es jedes mal zu Demonstrationen kommt, wenn ALG gekürzt werden muß?

Notfälle sind ja Notfälle, aber die Regierung sollte die Bevölkerung nicht jahrelang unterstützen müssen, wenn die Leute arbeitslos sind. Doch hingegen ist es auch wichtig, daß die Leute nicht verhungern oder sich an Kriminalitäten wenden, weil sie verzweifelt sind.

Die Folgen- die EU und Ostdeutschland

Politiker und normale Staatsbürger befürchten das Entleeren von Ostdeutschland, und in der Tat fängt es schon an. Wieviele Ostbürger haben Freunde, Familienangehöriger oder Bekannte, die "rübergegangen sind", um Arbeitsplätze als Dachdecker oder Klempner zu finden?

Schaut man in Sebnitz an der Grenze; sieht man dort Ansässige, die immer älter werden, da die ergeizigen Jugendlichen immer mehr ausziehen, während die Eltern manchmal 5 oder 7 Jahre arbeitslos sind. Oder wenn man nach Radeberg oder Löbau fährt, findet man manche Gegende, die wie ausgestorben aussehen. Läuft man in Plauen oder Zwickau, und man sieht die Glatzen am Bahnhofe, man sieht das Grafitti an den Wänden und die zerbrochene Fensterscheiben. Die Arbeitslosigkeit steigt immerfort und die Jugend, nun aussichtslos, treibt sich in Banden herum, gelangweilt und ohne Hoffnung.

Was heißt das alles für Ostdeutschland? Fürwahr, wenn man beispielsweise nach Köln fährt, weiß man gar nicht was damit gemeint wird, wenn man Leerstand sagt; doch in Ostdeutschland kennt ein jeglicher diesen Begriff, der im Osten darauf hinweist, wieviele Wohnungen leer sind. Kein Wunder- in manchen Gegenden im Osten ist der Leerstand bei 50% (und die unamtliche Arbeitslosigkeit fast genauso hoch), während der sogenannte Leerstand in Köln vielleicht bei 3% ist.

Laut der NPD sind die Ausländer daran schuld, und laut der PDS sind die Kapitalisten daran schuld, doch wem nützt es eigentlich, jemandem die Schuld zuzuschreiben, während die Probleme ungelöst bleiben?

Die Lösungen

Der Euro ist viel zu stark, und die Leitzinskurse in Europa sind derzeit zu hoch, und sollten gesenkt werden. Das würde die Währung unter leichten Druck setzen, was Deutschland etwas Hilfe verschaffen würde, und zugleich würde es die Wirtschaft anspornen, da Finanzierung billiger wäre. Trotz dem Gerede der EZB, sind die Risiken zur Rezession viel höher als die Inflationsrisiken.

Obwohl es auch Gründe gibt, warum der Dollar so schwach geworden ist in den letzten 5 Jahren, beispielsweise das Handelsdefizit in den USA, Deutschland und die EU müssen nun einen schwächeren Euro unterstützen. Es ist schändlich und unratsam, das die Amerikanern nichts gemacht haben, die Talfahrt des Dollars zu bremsen, doch die weitere Entwertung dieser Währung sollte gestoppt werden, und zwar mit Hilfe der Europäer und der Amerikaner. Ein Wechselkurs von $1.5 oder $2 pro Euro würde mehr Arbeitslosigkeit und sicherlich eine Depression, vielleicht weltweit, verursachen.

Die Regierung sollte Reformen der Sozialleistungen fortsetzen, und versuchen, das Volk unabhängiger zu machen von Zuschüssen. Das bedeutet Übergangsprogramme, aber Entschlüsse müssen gefaßt werden, die endgültig und nicht mehr zu verhandeln sind, und der Bevölkerung genügend Zeit gewährt, um sich darauf vorzubereiten.

In Bezug auf Ausländerfeindseligkeiten gibt’s aber wenig kurzfristige Lösungen. Entweder muß Deutschland aus der EU treten oder sich damit abfinden, daß solange es keine Parität in den europäischen Ländern gibt, werden Ausländer nach Deutschland kommen, um auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Furcht, Ignoranz and Verzweiflung verursachen Rassismus und Haß. Nur wenn das Volk Hoffnung hat, wird das sich verbessern, und vielleicht sollte die Regierung, andere Schulstandarten einzuführen, damit die Bevölkerung besser ausgebildet auf die Zukunft ist. Zum Beispiel war es kaum zu glauben vor einigen Jahren, daß Deutschland sogenannte "Greencards" für Computerarbeiter aus Indien eingeführt hat, obwohl die Arbeitslosigkeit unter den durchschnittlichen Deutschen kaum eine "Vollbeschäftigung" zeigte. Deutschland gehört nicht in die Dritte Welt eingestuft, und sollte Arbeiter nicht aus dem Ausland einlocken müssen, weil die eigene Bevölkerung nicht ausreichend dafür ausgebildet ist.

Jetzt steht Deutschland, wie Holland, am Wendepunkt. Entweder will man eine "reine deutsche Kultur", oder man muß Veränderungen erwarten von ausländischen Einflüssen. Die Grenzen zu schließen ist nun gesetzwidrig in der EU, also entweder müssen die Ausländer möglichst integriert werden oder Deutschland muß aus der EU treten. Beides sind nicht mehr zu haben, und es ist so gut wie ausgeschlossen, daß Deutschland die EU verläßt.

In Deutschland möge man Mut fassen! Die Zukunft mit ausländischen Einflüssen wird besser werden, doch nicht ohne Arbeit von dem Volk und der Regierung. Doch wenn die Integrierung vollbracht ist, wird die neue Gesellschaft Deutschlands viel abwechslungsreicher und konkurrenzfähiger sein.

Dieser Artikel wurde im März 2005 von www.dictatorofthemonth.com verfaßt, und darf nicht ohne schriftliche Genehmigung des Schriftstellers veröffentlich werden. © 2005, Alle Rechte vorbehalten