Diktator des Monates: Mai 2002![]()
| François
Duvalier
Die Tatsachen Name: François Duvalier
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Biografie
François
Duvalier, auch Papa Doc genannt, (* vermutlich 14. April 1907; † 21.
April 1971) war ein haitianischer Politiker und Diktator. Duvalier
wuchs in Port-au-Prince auf und erhielt eine Ausbildung zum Arzt. Er
praktizierte vorwiegend in den ländlichen Gebieten des Landes. Dort war
er sehr beliebt, da er im Kampf gegen Typhus und andere schwere
Krankheiten half. Er heiratete 1939 Simone Ovide und wurde 1946
Generaldirektor des staatlichen Gesundheitsdienstes. 1949 wurde er
Minister für Gesundheit und Arbeit. Nachdem er sich dem Putsch von Paul
Magloire entgegengestellt hatte, mußte er untertauchen, bis 1956 eine
Amnestie erlassen wurde. Nach dem
politischen Rückzug der Armee, gewann Duvalier 1957 die Wahlen. Nachdem
er Mitte 1958 einen Putsch überlebt hatte, säuberte er die Armee von
seinen politischen Gegnern. Er erließ eine neue Verfassung und gewann
dann die Wahl 1961 mit dem amtlichen Endergebnis von 1,32 Millionen
Stimmen für Duvalier bei null Gegenstimmen. Da er
der Armee mißtraute, schuf er 1959 eine eigene Miliz - bekannt als die
VSN (Volontaires de la Sécurité Nationale) -, um seine Macht auch außerhalb
der Hauptstadt zu sichern. Weil diese Truppe keinen amtlichen Sold empfing,
mussten die Soldaten ihr Überleben durch Verbrechen und Erpressung
sichern. Zu seinem persönlichen Schutz war zusätzlich noch eine Präsidentengarde
verantwortlich. Duvalier
wurde von John F. Kennedy wegen Korruptionsvorwürfen unter Druck gesetzt.
Hilfsgüter wurden 1962 offiziell nicht mehr nach Haiti geschickt, aber
der Druck verringerte sich nach Kennedys Tod. Im April
1963 entging Haiti nur knapp dem Angriff durch seinen Nachbarstaat, die
Dominikanische Republik. Nur die mangelnde militärische Unterstützung für
Juan Bosch y Gaviño, den dominikanischen Präsidenten, verhinderte das
Eindringen der Soldaten ins Land. Stattdessen wurde der Konflikt durch
Vermittlung der OAS beigelegt. Im Juni
1964 ernannte Duvalier sich selbst zum Präsidenten auf Lebenszeit und
betrieb durch das Aufstellen von Monumenten und Denkmälern einen
Personenkult. Wie einige seiner Vorgänger ließ Duvalier häufig gerüchteweise
verbreiten, möglicherweise wieder die Monarchie mit einem Kaiser einzuführen. Innerhalb
des Landes beging Duvalier nun politische Morde und ließ seine Rivalen
verschwinden. Man schätzt, dass 30.000 Menschen dem brutalen Regime zum
Opfer fielen. Angriffe auf Duvalier aus den Reihen des Militärs wurden
besonders ernst genommen. Als im Jahre 1967 Bomben nahe dem Präsidentenpalast
detonierten, hatte das die Hinrichtung von 20 Mitgliedern der Präsidentengarde
zur Folge. Sein
Terrorregime hielt das Land bis zu seinem Tod Anfang 1971 im Griff. Seinen
19-jährigen Sohn Jean-Claude Duvalier setzte er noch als Nachfolger ein. Dieser Artikel stammt von www.wikipedia.de : http://de.wikipedia.org/wiki/Fran%C3%A7ois_Duvalier und steht unter der GNU-FDL Lizenz für freie Dokumentation Liste der Autoren unter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fran%C3%A7ois_Duvalier&action=history
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