Diktator des Monates:
Dezember 2004![]()
| Fidel
Alejandro Castro Ruz
Die Tatsachen: Name: Dr. Fidel Alejandro Castro Ruz
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Zusammenfassung Dr. Fidel Castro Ruz (* 13. August 1926 in Mayarí in der Provinz Oriente) führt seit 1976 Kuba als
Staatspräsident. Er war Anführer der Revolution gegen den Diktator
Batista 1959 auf Kuba. Ihm wird vorgeworfen, Menschenrechtsverletzungen in
Kuba zu dulden. Leben Fidel
Castro wurde am 13. August 1926 geboren. Seine Eltern waren Ángel Castro
Argiz, ein spanischer Emigrant aus der galicischen Stadt Lugo, und Lina
Ruz González, die ebenfalls Spanierin war. 1940
schreibt der 14-jährige Fidel einen Brief an den damaligen Präsidenten
der Vereinigten Staaten – Franklin Delano Roosevelt – in dem er ihn um
den Gefallen bittet, ihm eine 10 US $-Banknote zu schicken, da er noch nie
eine gesehen habe. Er
studierte Jura an der Universität von Havanna und promovierte 1950 zum
Doktor der Rechtswissenschaften. Am 26.
Juli 1953 versammelte Fidel Castro seine Mitstreiter um sich. 129 Männer
sollten die Moncada-Kaserne mit 810 schwer bewaffneten Soldaten stürmen,
um das Regime des Diktators Fulgencio Batista zu stürzen. Er rechnete
damit, dass die Truppen wegen der Karnevalsfeiern müde sein würden. Der
Versuch scheiterte, machte ihn aber bekannt. Sechs Angreifer und 16
Soldaten wurden getötet. Castro wurde zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt,
kam aber bereits nach zwei Jahren im Rahmen einer Generalamnestie frei. Exil und Vertreibung Batistas Danach
ging er ins Exil nach Mexiko und kam dann mit 81 Mitkämpfern, unter ihnen
Che Guevara, heimlich zurück nach Kuba, wo er über zwei Jahre hinweg
einen bewaffneten Guerillakrieg gegen Batistas Regime führte. Im Januar
1959 floh Batista von der Insel und Castro wurde zunächst
Verteidigungsminister, danach Ministerpräsident. Aufbau des neuen Kuba Auf
Grund seiner sozialen Herkunft und politischen Entwicklung war Castro noch
für einige Zeit das Bindeglied zwischen der Revolution und den bürgerlich-liberalen
Bewegungen, während sein Bruder Raul und Che Guevara die Aufnahme von
Beziehungen zu den sozialistischen Ländern forcierten. Erst nach einem
persönlichen Treffen mit Nikita Chruschtschow am Rand der
UNO-Vollversammlung 1960 wurden Castros Vorbehalte gegenüber der
Sowjetunion und der traditionell reformistischen kommunistischen Partei (Partido
Socialista Popular) langsam abgebaut. Kuba-Krise Als
Antwort auf die noch unter US-Präsident Dwight D. Eisenhower vorbereitete
Invasion von Exil-Kubanern und CIA in der Schweinebucht (Playa Giron) erklärte
Castro am 1. Mai 1961 Kuba zum „sozialistischen Land“. Die politische
Führung sollte bei den Vereinigten Revolutionären Organisationen (ORI)
liegen, in denen Castros „Bewegung des 26. Juli“ (M 26-7), der PSP
u.a. aufgehen sollten. In Auseinandersetzung mit den traditionellen
Kommunisten erklärte sich Castro im Dezember 1961 zum ersten Mal als „Marxist-Leninist“. Während
Castro, Guevara und andere auf die besondere Rolle Kubas in der revolutionären
und sozialistischen Bewegung und unter den nichtpaktgebundenen Staaten
Wert legten, wollten die Alt-Kommunisten um Blas Roca und Annibal
Escalante die neue Partei und Kuba auf die führende Rolle der Sowjetunion
einschwören. Castro setzte sich nach einem Machtkampf im Frühjahr 1962
durch. Das und die Verärgerung Castros und Guevaras über den Abzug der
sowjetischen Raketen im Oktober 1962, zur Beendigung der Kuba-Krise, führte
zu angespannten Beziehungen zur UdSSR. Die
Spannungen verschärften sich nach dem Sturz Chruschtschows 1964, durch
Che Guevaras Sympathien für den Maoismus und nach einem Versuch von
Escalante, in Absprache mit Moskau, Castro zu stürzen (Ende 1967). Castro
spielte auf einer Kundgebung Abhör-Bänder vor; Escalante und seine Anhänger
wurden im Januar 1968 verhaftet. Internationalismus Trotzdem
verfolgte Kuba, von Castro persönlich garantiert, eine Politik des
Internationalismus beispielsweise mit der Unterstützung der Sandinisten
in Nicaragua, die sich gegen von den USA unterstützten Contrabanden
wehrten und einem kontinuierlichen Engagement in Zentralafrika, besonders
in Angola. Dort landeten am Vorabend der Unabhängigkeit (1975) kubanische
Truppen, um der marxistischen Volksbewegung zur Befreiung Angolas (MPLA)
unter Agostino Neto zur Macht zu verhelfen und die FNLA und die UNITA zurückzuschlagen. Obwohl
Castros unorthodoxer Marxismus wie seine politische Praxis zahlreiche
Parallelen zu Michail Gorbatschow aufwies, blieb Castro gegenüber
Glasnost und Perestroika reserviert. Nach 1989 Für
Kubas Wirtschaft spielte der Handel mit Ländern des RGW eine große
Rolle. Als ab 1989 der RGW wegen Systemwechsels in den meisten Mitgliedsländern
ausfiel, stürzte Kuba in eine existenzielle Krise, die Fidel Castro
zwang, Wirtschaftsreformen durchzuführen. Dazu zählten die Legalisierung
des Dollarbesitzes sowie die Zulassung selbstständiger Arbeit und freier
Bauernmärkte, begleitet von einer Öffnung des Landes für Tourismus und
Auslandsinvestitionen („Spezialperiode“). Inzwischen
hat sich die Versorgungslage, trotz einiger noch immer bestehender Engpässe,
gebessert. Das politische System wurde allerdings nicht reformiert.
Insbesondere aufgrund von Unterdrückung von politischer Opposition und
freier Meinungsäußerung wird die kubanische Regierung von verschiedenen
Gremien und Organisationen, darunter die UN-Kommission für
Menschenrechte, das Europäischen Parlament sowie die
Menschenrechtsorganisation Amnesty International, regelmäßig gemahnt,
sich an die UN-Menschenrechtskonventionen zu halten, die sie unterzeichnet
hat. Castro
ist spätestens seit der Kubakrise 1962 der »Lieblingsfeind« der USA.
Diese haben seit seiner Machtübernahme ein Handelsembargo gegen Kuba verhängt
mit dem erklärten Ziel, Castros Regime zu stürzen. Castros
Gesundheitszustand wird von der Weltöffentlichkeit argwöhnisch
beobachtet, da bei einem Abdanken Castros als Staatschef mit dramatischen
Veränderungen in Kuba zu rechnen ist und ein Rücktritt aus freien Stücken
als unwahrscheinlich angesehen wird. Am 21. Oktober 2004 stürzte Castro
nach einem öffentlichen Auftritt eine Treppe hinunter, was viele Medien
zu der absichtlich doppeldeutigen Schlagzeile Castro gestürzt veranlasste.
Castro zog sich bei dem Sturz nicht näher definierte Knochenbrüche zu,
wie von der kubanischen Regierung bestätigt wurde. Castro
ist berühmt für die Länge seiner Reden, teilweise dauert eine einzige
Ansprache bis zu 12 Stunden. http://de.wikipedia.org/wiki/Fidel_Castro und steht unter der GNU-FDL Lizenz für freie Dokumentation Liste der Autoren unter: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fidel_Castro&action=history
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